23.06.2010

FlowerPower

Irgendwie war meine Wohnung noch kahl. Also beschloss ich zu renovieren. Ich pinselte Farbe an die Wände
kaufte mir neue Möbel... doch irgendetwas fehlte: Pflanzen! Genau...

Irgendwas robustes, sagte ich, als mich meine Mum mitnahm, mir endlich eine 'Einzugspflanze', wie sie so schön
sagte, zu kaufen.

Sie besorgte mir einen Rhododendron, eine große Pflanze mit roten schönen Blüten und laut Etikett
robust. Na mal sehen.

Ich goß ihn nur mäßig, vergass es sogar manchmal und dachte mir schon, dass er wohl bald eingehen
würde, da er nach 4 Wochen immer noch keine Blüten hatte und Blätter verlor. Jedoch begrüßte
er mich heute auf eine schöne Art und Weise =)


18.06.2010

Dunkle Wolken am Horizont

Gerade schien doch noch die Sonne und nun?

...dunkle Wolken türmten sich auf... immer mehr, immer dunkler je näher ich Stendal kam...
Die Bäume flogen vorbei, ich beachtete sie gar nicht, ich starrte immerzu nur auf den dunklen Wolkenberg vor mir und wusste, heute sollte etwas geschehen, was mein Leben vollkommen verändern sollte....



15.06.2010

Das Gefühl


...ich saß im Zug... war einfach nur fertig...

Erziehung hier, Erziehung da, Partizipation, Diskussion...


..der Tag war voll damit, und ich hatte heute noch nicht einmal Raum für meine Gedanken... doch jetzt..

Ich hatte Zeit, Zeit für mich. Nun starrte ich aus dem Fenster und schweifte wieder ab, wie immer...

..und plötzlich ein Kribbeln, ganz leicht zunächst, dann immer stärker mit jedem Kilometer, welchen ich näher Magdeburg kam.
Wo kam es her, was bedeutet es?

Mich erfüllte ein wärmendes Gefühl, eine Glückseligkeit, ich lächelte...

Ein Gefühl, nein, plötzlich wusste ich was es war, ich konnte es benennen: Vorfreude!

Vorfreude auf zu Hause, denn da wartet jemand auf dich... welch ein schönes Gefühl <3

11.06.2010

Die Stadt hat mir auf ihre Art und Weise 'Guten Morgen' gesagt..

... und es sah nach Regen aus.

Dunkle Wolken diesen Morgen. Wie sagt man so schön: Weltuntergangsstimmung...
Aber ich schwang mich trotzdem auf das Fahrrad und fuhr einfach los, in der Hoffnung trocken am Hauptbahnhof anzukommen...

Ich trat in die Pedale, rechts links rechts links... mein Herz rast, aber ich darf nicht stehenbleiben... es sieht nach Regen aus.
Als ich über die Elbbrücke fuhr, ein kurzer Blick nach rechts und links. Auf der einen Seite blauer Himmel, ruhiges glattes Wasser, auf der anderen Seite dunkle aufgetürmte Wolken und trübes aufschäumendes Wasser... kann das möglich sein? ...

Es fing an zu regnen, große schwere kühle Tropfen. Es tat gut, nach dieser Wärme der letzten Tage, soetwas kühlendes zu spüren, daher fuhr ich nicht schneller, nein, sogar ganz gemütlich und ließ es zu, das die Tropfen mich treffen..

Ich kam am Bahnhof an, nicht vollkommen durchnässt, aber herrlich erfrischt.
Als ich im Zug saß, fing es stärker an zu regnen. Jetzt viele kleine Tropfen, ein erfrischender Sommerregen. Die Tropfen liefen an der Fensterscheibe des Zuges runter...
Ich starrte gedankenverloren nach draußen und lauschte dem Rauschen...

Die Stadt hat mir auf ihre Art und Weise 'Guten Morgen' gesagt.



03.05.2010

...und dann gibt es die Begegnung, die dich sprachlos macht...


Es war einer dieser Tage, den ich am liebsten im Bett unter der Decke mit einer großen Tafel Schokolade verbringen möchte. Aber ich sagte dem Tag trotzdem den Kampf an...

Ich war genervt, traurig, fühlte mich allein und leer. Wir hatten gerade eine riesengroße Runde mit den Inline Skates in Magdeburg gemacht. Ich war ziemlich kaputt und freute mich auf eine Portion Spaghetti.
Das daraus nichts wurde, war mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst.
Wir mussten los, er zu seinen Eltern, die ihn doch schon früher erwarteten und ich versuchte den nächsten Zug zu erwischen.
Völlig abgekämpft und müde nach den langen Fussmarsch, ließ ich mich endlich in den Sitz plumbsen. Der Zug war voll - wegen irgendeinem Fussballspiel, aber ich bekam gar nichts mehr mit, so fertig war ich. Schließlich übermannte mich nach wenigen Augenblicken die Müdigkeit.
Diese friedliche seelige Ruhe sollte aber nicht lange andauernd. Kurze Zeit später wurde ich aus meinen Träumen gerissen, da die Schaffnerin von weiten schon rief: Fahrkarten bitte!
Ich schreckte hoch und dabei fiel mein Blick auf einen Jungen, der auf der anderen Seite schräg vor mir saß.

Er lächelte.


Ich bekam eine Gänsehaut.

Kannte er mich? Kennen wir uns? Sollte ich was sagen? Ich schaute weg und kramte nach der Fahrkarte, dann blickte ich wieder zu ihm. Er lächte immer noch. An sich war er eigentlich gar nicht mein Typ, aber das Lächeln verzaubert mich irgendwie...
Nach dem ich die Fahrkarte der Schaffnerin zeigte, schaute ich nochmal zu dem Jungen.
Irgendwas war da zwischen uns. Was magisches.
Aber er drehte sich just in diesen Moment um.

Vorbei dachte ich.

Deine Chance ist vorbei. Jetzt würde es auch komisch aussehen, wenn du ihn einfach ansprichst. Ich schaute aus den Fenster, müde war ich jetzt gar nicht mehr, ich war hellwach. Was hat er nur mit mir gemacht?
Ich schweifte ab, verlor mich in der endlosen Landschaft der Altmark und erschrak, heute schon zum zweiten Mal, als plötzlich eine freundliche Stimme den nächsten Halt ankündigte: Stendal.

Ich tat es. Noch einmal schaute ich rüber zu diesen Jungen. Er zog seine Jacke an, stand auf und drehte sich zu mir um. Er stand jetzt genau vor mir ... und lächelte wieder.

Wieder dieses atemberaubende süße Lächeln.
Einfach so. Ich hielt die Luft an. Und dachte... "Los Katja, sag was..." Aber ich konnte nicht. Ich war einfach nur sprachlos. Er drehte sich um, auch ohne was zu sagen und ging Richtung Tür... einfach so...

Er stieg aus, ich auch, schließlich wohnte ich hier. Er wiederrum musste mit den Bus weiterfahren. Zwischen Stendal und Uelzen bestand Schienenersatzverkehr. Ich ging ihm hinterher... da vorn lief er... der, der mich so verzaubert hat... und nun stieg er in den Bus und war für immer weg....

Ob ich ihn jemals wieder sehe? Ich weiß es nicht, aber er hatte meinen Tag gerettet und war diese eine Begegnung, die mich sprachlos machte...